Preisgestaltung

Nutzungsrechte für Fotos: Fotos sind keine Socken

Fotografen hören gelegentlich den Einwand: „Warum soll ich denn jetzt noch Nutzungsrechte für die Fotos bezahlen? Ich habe doch bereits das Shooting bezahlt? Wenn ich mir Socken kaufe, darf ich die doch auch so oft anziehen, wie ich möchte. Warum soll das bei Fotos anders sein?!“

Die kurze Antwort: „Fotos sind keine Socken.“

Die ausführliche Antwort gehen Thomas und Michael in der aktuelle Podcast-Episode und gehen dabei unter anderem auf die folgenden Punkte ein:

  • Über die Bezahlung von Nutzungsrechten wird der Kreative am wirtschaftlichen Erfolg der kreativen Leistung beteiligt. Das ist keine unverschämte Forderung von Kreativen, sondern gesetzlich so vorgesehen.
  • Gelegentlich wird behauptet: In der heutigen Zeit zahlt niemand mehr Nutzungshonorare. Das entspricht nicht der Realität.
  • Auch das Argument: „Die anderen Fotografen, mit denen wir arbeiten, berechnen keine Nutzungshonorare.“ muss nicht unbedingt dazu führen, dass Du selber ebenfalls darauf verzichtest.
  • Je größer die Nutzungsmöglichkeiten sind, desto unklüger ist es, unbegrenzte Nutzungsrechte herauszugeben.
  • Wenn die Nutzungsmöglichkeiten überschaubar sind (beispielsweise bei einem örtlichen Selbstständigen), bietet es sich an, eine Nutzungspauschale für Eigenwerbung zu vereinbaren.
  • „Kleine“ Kunden, die das Thema Nutzungsrechte nicht kennen, sollte man mit diesem Thema nicht überfordern, sie entsprechend aufklären und ihnen die Angst vor eventuellen Abmahnungen nehmen.
  • Kunden, die einen großen Nutzen aus den entstandenen Fotos ziehen (beispielsweise durch eine überregionale und umfangreiche Werbekampagne) sind es gewohnt, dafür angemessene Nutzungshonorare an Fotografen zu zahlen.
  • Die Berechnung von Nutzungshonoraren sollte bereits im Angebot deutlich aufgeführt sein, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
  • Wir als Fotografen haben die Aufgabe, unseren Kunden in seinem Sinne zu beraten und ein Angebot zu machen, mit dem er glücklich wird und das uns ein faires Honorar bringt.


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Mehr über uns

Fotografie-BusinessThomas Jones ist Berufsfotograf in der Portrait- und Eventfotografie und publiziert gemeinsam mit Falk Frassa den Podcast „Die Photologen – Spürbare Fotografie in der Praxis“.

Michael Omori Kirchner arbeitet als Businessfotograf sowie als Trainer, Mentor und Coach. Er ist Host des Podcasts „Echtes Marketing für kreative Unternehmer“.

Podcast anhören

Du kannst den Podcast direkt hier im Browser anhören oder ihn auf iTunes oder Spotify abonnieren.

2 Kommentare

  • Dörschlen sagt:

    Sehr schöne Folge! Aber wie sieht die Rechnungsstellung praktisch aus? Also bei 2 verschiedenen Mehrwertsteuersätzen? 2 Rechnungen stellen?
    Viele Grüße
    Anke

    • Michael Omori Kirchner sagt:

      Liebe Anke,

      auch wenn die Antwort unbefriedigend ist: Das hängt vom Einzelfall ab.
      Bitte frage Deinen Steuerberater und mache genau, was der sagt. Er weiß das am besten und haftet, wenn der nette Mensch vom Finanzamt daran etwas auszusetzen hat.

      Beste Grüße
      Michael

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