Preisgestaltung

Foto-Equipment in Rechnung stellen (Preisgestaltung)

Hörerfrage: Darf man / sollte man (gemietetes) Equipment, z.B. die Mittelformatkamera oder sogar eigenes Equipment dem Kunden in Rechnung stellen?

Neues Equipment sollte über Aufträge finanziert werden. Das darf der Kunde aber im Idealfall nicht merken (oder gar schon in der Rechnung lesen).

Dem Kunden ist in der Regel auch egal wenn wir das entsprechende Equipment nicht haben. Er geht umgekehrt ja sogar davon aus, dass ein Fotograf eben dieses Equipment hat.

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Im Videobereich (Kameraleute) ist das oft ganz normal

Für Kameraleute wird das Kamera- und Ton-Equipment in der Regel gestellt.

Ist das nicht der Fall, können die Kameraleute ihr selbst eingebrachtes Equipment extra berechnen.

Wie lässt es sich dann aber lösen, wenn ich für Leih-Equipment aufkommen muss?

45 € für ein geliehenes Objektiv lassen sich auch anders in der Rechnung unterbringen. Zum Beispiel in der Pauschale für die Nutzungsrechte.

Nur Sonder-Equipment wird separat berechnet und ausgezeichnet. Das könnte zum Beispiel eine extra große Blitzanlage oder eben eine Mittelformat-Kamera sein. 

Angebote richtig strukturieren

Den Kunden vorab schon darauf hinweisen, dass separates Equipment zur Erfüllung des Auftrags notwendig ist. Das Angebot sollte dann entsprechend gegliedert sein, damit der Kunde klar unterscheiden kann was die künstlerisch-gestalterische Leistung (Dienstleistung), was der Wirtschaftliche Wert (Nutzungsrechte) und was die Produktionsnebenkosten (Leihequipment, Studio, Assistenten, …) sind.

Damit erspart man sich unbequeme Fragen zur Aufschlüsselung der Kosten, da der Kunde gleich transparent sehen kann wie der Endpreis zustande kommt.

Linktipps

Traumjob Fotograf – Interview mit dem Werbefotografen Jan Kocovski, in dem er davon erzählt, wie er eine anzuschaffende Kamera von Kunden finanziert bekommen hat.

Preisgestaltung für Fotografen: Wie finde ich als Fotograf die richtigen Preise? (Videotraining)

Preisfindung für Fotografen: Tipps für Einsteiger (Blogbeitrag)

Nutzungsrechte für Fotos: Fotos sind keine Socken (Podcast)

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Mehr über uns

Fotografie-BusinessThomas Jones ist Berufsfotograf in der Portrait- und Eventfotografie und publiziert gemeinsam mit Falk Frassa den Podcast „Die Photologen – Spürbare Fotografie in der Praxis“.

Michael Omori Kirchner arbeitet als Businessfotograf sowie als Trainer, Mentor und Coach. Er ist Host des Podcasts „Echtes Marketing für kreative Unternehmer“.

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3 Kommentare

  • Dominik sagt:

    Hallo ihr Zwei, wie immer ein toller Podcast und super Thema. Ich hier mal ein kleiner Einwand. In der ,, Werbefotografie für Agenturen“ ist es Marktüblich die Rechnungen komplett aufzuschlüsseln und auch Posten wie Equipment und Kamera (nennt sich Digitalpauschale) zu berechnen. In diesem Bereich wäre es unseriös nur ein Komplettangebot anzubieten. Für die Agentur oder Kunden ist es auch einfacher zu kalkulieren, falls sie noch etwas an dem Job an Location, Aufwand oder Zeitraum ändern möchten.
    Die zweite Anmerkung möchte ich noch einmal an Michael zum Thema ,,Assistenten“ richten ( Tragehilfe Assistent und Mittelformatjob ablehnen). Wenn es nur ums tragen von Koffern geht kann man natürlich überlegen ob man einen Fotoassistenten benötigt und ob der auf der Rechnung auftauchen soll aber bei einem größeren Shooting kommt man garnicht darum herum Fotoassistenten zu buchen. Die werden dann natürlich auch separat auf dem KV und Rechnung aufgelistet. Viele Fotografen buchen sich gerade aus Unsicherheit in einem Thema Licht- oder Digitalassistenten dazu, damit sie einen Job souverän umsetzen können. Ich selber habe über 12 Jahre in der Werbefotografie als Licht- und Digitalassistent gearbeitet. Ich kann dazu gerne mal etwas ausführlicher erzählen. Besten Gruß und weiterhin viel Erfolg. Dominik

    • Michael Omori Kirchner sagt:

      Hallo Dominik,

      vielen Dank für deine wertvollen Informationen. Wir können ja gerne einmal eine Podcast Episode zu dritt machen und die unterschiedlichen Erfahrungen austauschen. Ich glaube das wird sehr spannend.

      Beste Grüße Michael

  • […] Preisgestaltung: Können wir Foto-Equipment in Rechnung stellen? […]

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