Umgang mit Kunden

Dein Kunde hat Extrawünsche, zahlt aber nicht mehr

Von 12. Februar 2019 Kein Kommentar
Anforderungen / Extrawünsche

Wie reagieren wir darauf, wenn unsere Kunden Extrawünsche äußern, ohne dass sie dazu bereit sind, dafür Geld in die Hand zu nehmen?

Mindset

  • Wir sind erfahren, kennen die Abläufe und Aufwände und führen den Kunden durch den Prozess.
  • Kunde hat die Aufgabe (und das Recht), seine Anforderungen und Wünsche zu formulieren.
  • Wir haben die Aufgabe (und das Recht), abzuschätzen und zu bewerten, was daraus resultiert.
  • Die endgültige Entscheidung soll immer so aussehen, dass beide gewinnen
  • Eventuelle Missverständnisse und Ärger liegen in aller Regel daran, dass Erwartungen nicht richtig abgefragt wurden und sind meist unser Versäumnis.

Der Appetit kommt beim Essen

  • Extrawünsche sind ein Ausdruck dafür, dass der Kunde unsere Arbeit schätzt und den Nutzen sieht und daher positiv.
  • Bei der Kalkulation aufrunden, um kleinere Extrawünsche ohne Änderung der Rechnungssumme umsetzen zu können.
  • Lieferung von Extrawünschen ohne Aufpreis sind eine große Chance, die Kundenzufriedenheit deutlich zu steigern.

Skalierbare Angebote schreiben

  • Möglichst keine Angebot mit Zeitangaben schreiben. Ausnahmen bestätigen die Regel (Eventfotografie, Businessfotografie ohne klares Briefing)
  • Angebote mit Mengenangaben schreiben.
  • Beispiel: Mitarbeiter-Portraits von 30 Mitarbeitern kosten Summe X. Wenn dem Kunden dann einfällt, dass er 20 weitere Leute fotografiert haben möchte, ist klar, dass das nicht mehr für Summe X zu haben ist.
    Beispiel: Lieferung von 10 bearbeiteten Fotos. Wenn der Kunde 20 bearbeitet haben möchte, dann …
    Beispiel: Es werden 3 verschiedene Situationen fotografiert.
  • Nutzungsrechte möglichst exakt formulieren. Es ist ein Unterschied, ob ein Foto als 1/16 Anzeige in der örtlichen Zeitung oder als ½ Seite im Stern erscheint.
  • Pauschale Nutzungsrechte nur vergeben, wenn die Nutzungsmöglichkeit (z.B. zur Eigenwerbung) überschaubar bleibt.

Erwartungen managen

  • Es muss jederzeit klar sein, was geliefert wird und was nicht. Dafür haben wir die Bring-Schuld, weil wir die Profis sind.
  • Als Antwort auf die (häufig gehörte) Aussage: “Das machen Sie doch alles hinterher in Photoshop” eignet sich: “Ich fotografiere gleich so, dass alles stimmt.”
  • Damit wird auch klar, dass der Kunde beispielsweise die Aufgabe hat, seinen Arbeitsplatz aufzuräumen und die eigene Kleidung in eine fotografierbare Form zu bringen).
  • Bei Eventfotos wird keine Beauty-Retusche durchgeführt.

Fazit

  • Extrawünsche sind ein Lob für unsere Arbeit.
  • Wir sind die Profis und führen den Kunden durch den Prozess.
  • Skalierbare Angebote helfen dabei, die Auswirkungen von Extrawünschen transparent zu machen und erleichtern die Zusammenarbeit.

JPEG Rezepte für Fujifilm-X-Kameras

In diesem eBook erzählt Thomas, wie er zur JPEG-Fotografie (zurück-)gefunden hat und warum er mittlerweile fast alles im JPEG-Format fotografiert.

Er erklärt die Custom Settings sowie alle relevanten Einstellungen der Kamera für die Fotografie im JPEG-Format. Dazu gibt es 15 von Thomas entwickelte Fujifilm JPEG-Rezepte und zwei Rezepte von Falk Frassa.

Als Bonus gibt es zudem noch 90 Minuten exklusiven Audioinhalt mit Falk und Thomas zum Thema Fotografie im JPEG-Format.

Zum eBook

Mehr über uns

Fotografie-BusinessThomas Jones ist Berufsfotograf in der Portrait- und Eventfotografie und publiziert gemeinsam mit Falk Frassa den Podcast „Die Photologen – Spürbare Fotografie in der Praxis“.

Michael Omori Kirchner arbeitet als Businessfotograf sowie als Trainer, Mentor und Coach. Er ist Host des Podcasts „Echtes Marketing – Authentisch mehr Kunden gewinnen“.

Podcast anhören

Du kannst den Podcast direkt hier im Browser anhören oder ihn auf iTunes abonnieren.

Hinterlasse eine Antwort